Zum Hauptinhalt springen
Stomatopoda

Fress- und Penisgedichte

·256 Wörter·Als PDF lesen
Das Fresskind 

Das Haus ist ganz still. 
Nichts ist drin. 
Nur ein kleines rundes 
rosa Fresskind. Es kriecht 
durch die Löcher. Bleibt sitzen. 
Niemand holt es heraus: denn da 
ist niemand. Und die Geschichte ist aus. 
Der Pulloverpenis 

Over all are the Pullovers 
the Penisses 

A little Penis called Pullover 
   stralled over a pull 
    then someone pulled 
   and it was over 
Destiny 

Ein dummes Mädchen 
namens Friederike 
und ein kluges Mädchen 
namens 

(Fragment) 
Das Loch 

Es muckmäuschend. Still. 
Es raschelt. Es fuschelt. 
           Es stinkt. 

Im Loch ist es kalt. 
Die Windböen kommen und 
gehen. Fleuchen hindurch, 
bis es nicht mehr geht. 
Ein Wurm kriecht hinein
und wieder hinaus. 
Nun ist er weg. Eine Katze 
schnuppert. Was fühlt so 
ein Loch? Wie fühlt es sich an, 
von innen? Drinnen. 
Das gefrorene Dasein 

Sein und Dasein. Da sein. 
Es ist nicht dasselbe – 
wenn es ist 
oder ist es: da? 
Da ist es! Doch 
was auch immer es da ist
es ist doch 
oder nicht 
Milch und Verlorenheit auf der Wiese 
Auf der Wiese ist es verloren 
Denn die Milch 
die aus den Eutern kommt 
nicht so sehr nach dem Euter 
dass 
Der Penis im Penis 

Ein großer dicker Penis 
war gar nicht so groß 
war gar nicht so dick 
denn in ihm steckte 
ein kleiner Penis, der
auch groß war – so schien es, 
denn in diesem steckte ebenfalls 
ein noch kleinerer Penis, und 
in diesem jenen ein 
noch kleinererer Penis, 
in dem ein Mini-Penis drin war. 

Doch es merkte niemand. 

Und so wart der Schein gewahrt.